Blutgerinnung

Blutgerinnung

 

 

Die Blutgerinnung ist ein lebensnotwendiger Prozess.

Das Gerinnungssystem schützt den Körper vor Blutungen und Blutverlusten und ist ein komplexes Zusammenspiel aus unterschiedlichen Zellen, wie den Blutplättchen (Thrombozyten) und verschiedenen sogenannten Gerinnungsfaktoren bzw. Botenstoffen.

Bei Verletzungen der Blutgefäße werden mögliche Blutungen gestoppt (Blutstillung) und dabei Voraussetzungen für eine Wundheilung geschaffen.

So wird verhindert, dass zu viel Blut aus dem verletzten Gefäß austritt.

Gleichzeititg darf die Gerinnungsneigung nicht zu hoch sein, da sonst auch ohne äußere Verletzung Blutgerinnsel (Thromben) enstehen und ein Blutgefäß verstopfen können.

Entscheidend ist, dass im Körper ein Gleichgewicht zwischen Blutgerinnung (Blutstillung bei Verletzungen) und Gerinnungshemmung (Verhinderung von Gerinselbildung im Gefäß) herrscht.

Bei Blutgerinnungsstörungen ist es lebenswichtig, dass die Gerinnungswerte regelmäßig überprüft werden und die Therapie an die Werte angepasst wird.

Mit den Blutgerinnungsmessgeräten kann der Patient selbst die Gerinnungsfähigkeit seines Blutes überwachen.

Die Blutgerinnungszeit wird international nach dem Messwert "INR" (International Normalizid Ratio) als Folgenorm zum Quick-Wert bewertet.

Wird der Quick-Wert z.B. kleiner, steigt der INR-Wert. Das bedeutet, dass sich die Gerinnungszeit verlängert und die Blutungsneigung zunimmt.

Ziel ist es, den INR-Wert im therapeutischen Bereich zu halten, um das Risiko von Gerinnseln ebenso wie das von starken Blutungen zu reduzieren.